Militärforschung zum Angreifen

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    • Militärforschung zum Angreifen

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      Militärforschung zum Angreifen
      Robert Zanko

      [img]https://www.truppendienst.com/fileadmin/_processed_/5/f/csm_forschungsmarkttag_2019_markus_togl_6c3906a137.jpg[/img](Fotos: RedTD/Markus Togl; Montage: Keusch)

      Das Österreichische Bundesheer präsentierte am 17. September 2019 seine laufenden Forschungsprojekte im Heeresgeschichtlichem Museum. Dort konnten Besucher die letzten Forschungsergebnisse, beispielweise zur Minimierung von Fluggefahren durch Vulkanasche, zur Abwehr von Drohnen oder zum Führungsverfahren erleben.
      Die Abteilung Wissenschaft, Forschung und Entwicklung des Bundesministeriums für Landesverteidigung vergibt Forschungsaufträge innerhalb und außerhalb des Ministeriums. Damit werden Forschungsprogramme gefördert, die aus dem Europäischen Verteidigungsfonds - European Defence Fund - finanziert werden. Aktuell investiert die Europäischen Union in Projekte mit einem Volumen von etwa 13 Milliarden Euro für die Verteidigung. Bei dem Forschungsmarktag wurden bei neun „Marktständen“ Projekte präsentiert, wobei acht Stände im Museumsgebäude und einer außerhalb aufgebaut waren. Dort präsentierten die Forscher ihre Projekte persönlich und standen dem interessierten Besucher Rede und Antwort.
      Drohnenabwehr durch „Jamming“
      Bei dem Stand vor dem Museumsgebäude wurde die Detektion, Verifikation und Intervention einer 10 kg schweren Drohne vorgeführt, die um 5 kg „abgespeckt“ beispielsweise auch mit Kampfstoffen beladen sein könnte. Die Detektion erfolgt mit zwei optischen Sensoren (450 m) zur mehrdimensionalen Darstellung, einem Infrarotsensor (200 m), einem Radar (300 m) und einem Akustiksensor (100 m). Nach der Detektion erfolgen die Verifikation, das Erstellen eines Lagebildes und die Beurteilung einer geeigneten Intervention, der Gegenmaßnahme.
      Das präsentierte Projekt zielt auf den Schutz des Nahbereichs eines Schutzobjektes ab, wobei die Gegenmaßnahme mit dem Jammer (Störer) gewählt wurde. Dazu wird zunächst eine vordefinierte Bandbreite (bei handelsüblichen Drohnen jene Frequenzbereiche, die durch in Industrie, Wissenschaft, Medizin lizenz- und zumeist genehmigungsfrei genutzt werden könne) 4.000-mal pro Sekunde gescannt. Im Bedarfsfall erfolgt die Intervention durch das „Jamming“ (Stören) der Verbindung zwischen Drohne und Steuereinheit. Die Signalstörung aktiviert das vorprogrammierte Notprogramm der Drohne, das die Flugmanöver Heimflug (Return Home), Schwebeflug oder Landung zur Folge hat.